Eine Reise nach Bosnien und Herzegowina ist einfacher zu planen als du denkst – und voller Überraschungen. Fragen gibt es trotzdem. Wir haben die Antworten auf die häufigsten hier für dich zusammengefasst.
Einreise nach Bosnien und Herzegowina
Für Bürgerinnen und Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Einreise visumfrei. Ein gültiger Personalausweis genügt, ein Reisepass ist nicht zwingend erforderlich. Der erlaubte Aufenthalt beträgt bis zu 90 Tage im Zeitraum von 180 Tagen. Wichtig: Bei der Ausreise muss das Ausweisdokument noch drei Monate gültig sein. Bei der Einreise also entsprechend länger.
Mit dem Auto: Grenzübergänge nach Kroatien, Montenegro und Serbien sind gut ausgebaut. In der Hochsaison kann es aber etwas länger dauern, besonders seit der Einführung der neue EU-Regelungen an den Außengrenzen. EU-Bürger sollten außerdem kurz prüfen, ob die eigene Kfz-Versicherung Bosnien abdeckt. Die meisten tun es, aber kurz nachschauen kostet nichts.
Klima und beste Reisezeit
Bosnien und Herzegowina hat zwei Klimazonen und mehrere Subklimas. Sechs sind es insgesamt — und das merkt man.
Im Norden und in der Mitte des Landes, inklusive Sarajevo, ist das Klima kontinental: heiße Sommer bis 35 Grad, kalte Winter mit Schnee und manchmal -20 Grad. In der Herzegowina — Mostar, Trebinje, das Neretva-Tal — ist es mediterran: milde Winter, trockene Sommer, kaum Regen zwischen Juni und September.
Der Juni und September sind unse persönlichen Favoriten: Es blüht oder die Bäume färben sich, die Temperaturen sind angenehm, die Gruppen kleiner.

Währung in Bosnien und Herzegowina
Die Landeswährung ist die Bosnisch-Herzegowinische Konvertible Mark (BAM). Der Wechselkurs ist fest: 1 Euro = 1,95583 BAM — im Kopf rechnet man einfach mal zwei. Wer 10 Euro hat, hat grob 20 Mark.
Visa und Mastercard funktionieren in Restaurants, Hotels und größeren Geschäften in Sarajevo problemlos. American Express ist selten. Auf dem Markt, beim Bäcker, im Minibus oder in kleineren Shops: Lieber Bargeld bereithalten.
Große Scheine (über 50 BAM) am besten im Supermarkt oder Restaurant wechseln — Kioske und Busfahrer haben selten viel Wechselgeld. Geldautomaten gibt es in Sarajevo an jeder zweiten Ecke und in allen größeren Orten des Landes.
Trinkgeld
In Restaurants sind 10 % üblich — kein Muss, aber eine echte Geste. Auf dem Markt oder beim Bäcker gibt man auf. Für Guides gilt: Wenn der Tag gut war, zeig es. Dein Tour Guide würde das nie erwähnen, also tun wir es.
Sicherheit
Bosnien und Herzegowina ist sicher. Das sagen nicht nur wir, sondern auch jeder einzelner unserer Gäste. Normale Stadtvernunft gilt wie überall: Wertsachen nicht offen tragen, Auto auf einem überwachten Parkplatz abstellem. Das war's.
Eine Sache noch: In manchen ländlichen Gebieten abseits markierter Wege gibt es noch Minen aus den 1990ern. Markierte Wanderwege und bekannte Routen sind sicher, aber Reisende sollten nicht querfeldein marschieren.

Sprache
Mit Englisch kommt man in Sarajevo und Mostar problemlos durch, besonders bei jüngeren Leuten. Deutsch wird überraschend oft verstanden — Bosnien hatte historisch starke Verbindungen nach Österreich, und viele Familien haben Verwandte in der DACH-Region.
Ein paar Brocken Bosnisch werden aber mit viel Freude aufgenommen. Ein Hvala (danke) oder Dobar dan (Guten Tag) werden aber mit viel Freude aufgenommen.
Mobiles Internet und WLAN
WLAN gibt es in fast jedem Café, Hotel und Restaurant. Für unterwegs reicht eine lokale Prepaid-SIM-Karte, die du am Flughafen, in jedem Supermarkt oder am Kiosk bekommst.
Unser Tipp: Noch einfach ist eine eSIM. Die Airalo-eSIM mit Wochen- oder Monatstarif. Günstig, unkompliziert, funktioniert überall, wo es Empfang gibt.

Fortbewegung in Bosnien und Herzegowina
Die Größe von Bosnien und Herzegowina wird von unseren Gästen oft unterschätzt. Das Land ist immerhin größer als die Schweiz und Routen sehen auf Google kurz aus, dauern über kurvige Bergstraßen aber meist länger als man denkt.
Mit dem Auto kommt man am weitesten. Die Hauptrouten sind gut, Bergstraßen brauchen Aufmerksamkeit, im Winter zusätzlich Vorsicht. Die Promillegrenze liegt bei 0,3 und wird kontrolliert.
Busse verbinden alle größeren Städte zuverlässig. Sarajevo nach Mostar: rund 2,5 Stunden, etwa 15 BAM. Aus Wien, Ljubljana oder Split kommt man auch per Bus an – das ist allerdings mühsam und Wartezeiten an den Grenzen sind lang.
Züge sind dünn gesät. Die Fahrt von Sarajevo nach Mostar durch den Neretva-Canyon ist allerdings eine der schönsten Zugfahrten weltweit (das haben wir nicht erfunden – Condé Nast Traveler hat es geschrieben).
Deine Bosnien-Herzegowina-Reise wartet
Nun bist du gut für deine Reise nach Bosnien und Herzegowina gerüstet und hast alle wichtigen Informationen, die du für deinen Urlaub brauchst. Wenn du ankommst? Lass' dich treiben und genieße es, ganz entschleunigt zu erkunden.
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